[133] Einzig in Rheinhessen galt – auch nach dem Übergang von Frankreich an das Großherzogtum – französisches Recht weiter. Juni 1816 den Staatsvertrag, der das Nähere regelte. Schwarzburg-Sondershausen | Braunschweig • Zuständig war das jeweilige Kreisamt.[221]. Sachsen (ab 1834) | Großherzogtum Hessen 1788-1813 Haas‘sche Karte 1:30 380 HK 30 je 8,00 um 1804 Situationskarte von Darmstadt u. d. umliegenden Gegend 1:66 670 SD 66 15,00 … Bedenken gegen das Vorhaben kamen einerseits aus Rheinhessen, wo die Rechtsanwender auf jeden Fall am modernen Code Civil festhalten wollten. 145). Als Enkel der Königin Viktoria hatte er sich bei Besuchen in England mit dem Arts and Crafts Movement vertraut gemacht. April 1864). Sachsen-Meiningen • Herzogtum Braunschweig, Hessen-Homburg (1817-1866) • Dezember 1820 eingeführten Verfassung des Großherzogtums Hessen beendete Großherzog Ludwig I. den Absolutismus in seinem Staat zugunsten einer konstitutionellen Monarchie. Diese nahm der Kreisrat von Mainz als „Provinzialkmmisär“ wahr, dem zur personellen Verstärkung dafür ein zweiter Kreisrat beigeordnet war. Die Hof- und Kabinettsbibliothek des Großherzogs erhielt 1817 eine Bibliotheksordnung und war dann für die allgemeine Öffentlichkeit zugänglich. [216] Die Mainzer Bistumsgrenzen wurden den staatlichen Gebietsänderungen der folgenden 200 Jahre nie angepasst, so dass sie bis heute den damaligen Außengrenzen des Großherzogtums Hessen entsprechen. Karte Großherzogtum Hessen Wir liefern Karten, Kuverts & Papiere zu Dir nach Hause. [22], Am 24. 1897 wurde auf Veranlassung von Großherzog Ernst Ludwig dem Architekten Alfred Messel, der sich in Berlin mit Ideen zur Planung eines Idealmuseums profiliert hatte, der Auftrag erteilt. Bremen (ab 1888) | Nach dem Tod des letzten (gesamt-)hessischen Landgrafen Philipp I. Bayern (ab 1834) | Die Verfassung des Großherzogtums Hessen von 1820 sah ein Zweikammersystem vor: Die Erste Kammer bestand aus den Prinzen des regierenden Hauses, den Häuptern standesherrlicher Familien, dem Erbmarschall – in Hessen war das seit 1432 der jeweilige Senior der Familie Riedesel Freiherren zu Eisenbach –, dem örtlich zuständigen römisch-katholischen Bischof, also in der Regel dem Bischof von Mainz, einem vom Großherzog auf Lebenszeit in das Amt eines Prälaten erhobenen Geistlichen der Evangelischen Landeskirche in Hessen, dem Kanzler der Landes-Universität oder dessen Stellvertreter sowie bis zu zehn Staatsbürgern, denen der Großherzog aufgrund besonderer Verdienste einen Sitz in der Kammer verlieh. Sachsen-Coburg-Saalfeld – ab 1826 als Sachsen-Coburg-Gotha • Zwei gekrönte Löwen dienen als Schildhalter. Jahrhundert erstreckte sich nun der Prozess, die divergierenden Strukturen zu vereinheitlichen und zu modernisieren. Hessen Weitere Karten von Hessen auch auf meiner Langen-SeiteVerschiedene historische Karten aus Hessen Viele historische Karten aus Hessen (ULB) Umgebung von Darmstadt um 1829 (#) Bibliothèque nationale de France: lith. (mit einem extra „e“) und verkündete mit einem Erlass vom 13. Hannover • Um zu verhindern, dass nach dem 1. Text (in französischer Sprache) in: Schmidt, S. 34ff, Anm. Das wurde erweitert, aber der Zunftzwang zunächst nicht grundsätzlich beseitigt. [70] Die Gewerbefreiheit durchzusetzen – der auf der anderen Seite die Aufhebung des Zunftzwanges entsprach –, erwies sich als schwierig, wegen der „Verletzung vielfacher Interessen“. Die nördlichsten Landesteile lagen als Enklaven im Fürstentum Waldeck, etwa auf der Höhe von Kassel, die südlichsten Landesteile beidseits des … [165] Erste Konsequenz war das Gebot aus Art. Umgesetzt wurde das System durch eine Reihe von Rechtsvorschriften: In der Praxis setzte sich das neue System – trotz seines Kompromisscharakters – nur langsam durch und die Obrigkeit musste weitere Zugeständnisse machen. [213] Dies gab der Evangelischen Landeskirche in Hessen eine organisatorische – aber keine konfessionelle – Einheit. [252] Georg Moller ist unter anderen die Rettung der karolingischen Torhalle in Lorsch zu verdanken, heute ein von der UNESCO anerkanntes Weltkulturerbe. Durch Großherzogliche Verordnung d.d. Die Postämter führten die Bezeichnung Großherzoglich Hessisches Postamt zu ....[241], Etwa ab 1850 wurde das Großherzogtum an das sich rasant entwickelnde internationale Telegrafennetz angeschlossen.[242]. [33] Es kam zu weiteren Grenzberichtigungen und dem Tausch kleinerer Gebiete mit Nachbarstaaten, so mit dem Kurfürstentum Hessen und dem Königreich Bayern. Neben der Rangerhöhung zum Großherzogtum wurde der Großherzog mit Gebietsgewinnen belohnt. Diese innerstaatliche Segmentierung beeinflusste auch die wirtschaftliche Entwicklung des Großherzogtums. Der Präsident des Oberappellationsgerichts war allerdings zugleich Mitglied im. ): Schmidt, S. 108 und Anm. In der Provinz Rheinhessen war das schon zwanzig Jahre früher geschehen, als das Gebiet zu Frankreich gehörte. Regensburg (bis 1810), Unverändert → Oldenburg • Liechtenstein • Die Zusammensetzung der Vorstände der Einzelgemeinden und deren Vermögensverwaltung war durch staatliche Vorschriften und Aufsicht geregelt. Vgl. Das Großherzogtum Hessen, auch Großherzogtum Hessen-Darmstadt genannt, bestand von 1806 bis 1919. Das Großherzogtum Hessen ist zusammengesetzt teils aus den älteren Ländern, nämlich der Obergrafschaft Katzenelnbogen (1567) und dem größern Teil von Oberhessen (1584 und 1627), teils aus den seit 1803 zur Entschädigung und durch Tausch hinzugekommenen Teilen von Kurpfalz und Kurmainz, dem Bistum Worms, der Abtei Seligenstadt, den ehemaligen Reichsstädten Worms, … Dies zu vereinheitlichen, war dringend erforderlich, um die unterschiedlichen Landesteile zu integrieren. Chorographische Karte von dem Großherzogtum Hessen nach dem Staatsvertrag vom 30. [115] Die Neufassung der Kreisordnung 1911 brachte keine wesentliche Änderung.[116]. Heil unserm Fürsten, Heil, Heil Hessens Fürsten, Heil Juni 1816 darüber einen Vertrag geschlossen, dessen Inhalt in dem Vertrag vom 30. Oktober 1803[Anm. Dez. Waldeck-Pyrmont, Verwaltungsreform 1820 bis 1825 (rechtsrheinisch), Weiter privilegiert waren dagegen die Standesherren, denen ein Steuernachlass von. [129] Die Einrichtung wurde sogar nach 1945 auf das ganze Bundesland Hessen ausgedehnt. [75] Hart reagierte der Staat auf die Verbreitung des Hessischen Landboten, eines von Georg Büchner verfassten Textes mit sozial-revolutionärem Ansatz. Die relativ geringe Fläche des Großherzogtums und seiner Nachbarstaaten erwies sich als erhebliches wirtschaftliches Problem. [130] Die Ankündigung von 1808, den Code Napoléon künftig einführen zu wollen[131], war eine politische Geste gegenüber Napoleon Bonaparte, letztendlich aber ohne praktische Bedeutung. Oktober 1806 wurden – vor allem finanzielle – Privilegien des landständischen Adels in großem Umfang aufgehoben[21] (der landständische Adel wurde steuerpflichtig[Anm. Das Großherzogtum war rechtsrheinisch durch eine kleinteilige Rechtszersplitterung geprägt. [32] Durch die von der Herrschaft der Hundert Tage, der Rückkehr Napoleons aus dem Exil, ausgelösten Turbulenzen schlossen Österreich, Preußen und das Großherzogtum Hessen erst am 30. GroSherzogtum Hessen Das Großherzogtum Hessen, einschließlich des Großherzogtums Hessen-Darmstadt, genannt, existierte von 1806 bis 1919. Dort war das Land durchsetzt mit adeligen Gerichten von Standesherren und ritterschaftlichen Patrimonialgerichten. Weitere Verordnungen traten im Laufe der Zeit hinzu. Im Herbst 1810 kam es zu einem Dreiecksgeschäft zwischen Frankreich, Hessen und dem Großherzogtum Baden. Außerhalb der Landeshauptstadt errichtete er im Großherzogtum das Stadttheater der Provinzhauptstadt Mainz und er setzte das Schloss Biedenkopf wieder in Stand. Karte Das Großherzogtum Hessen, auch Großherzogtum Hessen-Darmstadt genannt, bestand von 1806 bis 1919. November 1918 vom Darmstädter Arbeiter- und Soldatenrat abgesetzt. Er ließ auf der Mathildenhöhe durch den Architekten Joseph Maria Olbrich ein Ateliergebäude errichten, außerdem hatten die Künstler die Möglichkeit, sich eigene Wohnhäuser zu bauen. So blieb den alten Amtssitze in der Regel entweder der Sitz des Landrats oder des Landgerichts erhalten. [77], In der Provinz Oberhessen brach im September 1830 eine Revolte los, in der sich allgemeine Unzufriedenheit gegen den Staat artikulierte – bezeichnenderweise waren vor allem standesherrliche Gebiete betroffen: Büdingen, Ortenberg und. So ging das Großherzogtum 1828 einen Vertrag über eine Zollunion mit Preußen ein. Oktober 1806 zur Aufhebung aller Steuerprivilegien, Erklärung des Großherzogs vom 1. [51] Mecklenburg-Strelitz • [128] Die Gerichtsverfassung wurde nun auch hier weitgehend durch Reichsrecht gestaltet. Das Staatsgebiet grenzte 1. im Westen an die bayerische Pfalz, 2. im Süden an Baden, 3. mit der Exklave Wimpfen an Württemberg, *im Osten an Bayern, 4. im Nordosten und Norden an das Kurfürstentum Hessen, 5. im Nordwesten an den Kreis Wetzlar, einer Exklave der preußis… Die Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung zog sich in der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt und dann im Großherzogtum über einen Zeitraum von fast 100 Jahren hin. [69], Die Verfassung zielte auch auf eine Wirtschaftsordnung auf liberaler Grundlage. Sachsen-Weimar-Eisenach, Anhalt (ab 1863) • Juni 1821[237] wurde es Privatleuten, die kein Gewerbe oder keinen Handel betrieben, freigestellt, jedes beliebige Maßsystem zu verwenden (also auch die althergebrachten Einheiten).[238]. Diese Struktur der staatlichen Verwaltungsgliederung hatte bis zum Ende des Großherzogtums und darüber hinaus Bestand. Eine weitere Konsequenz aus dem Friedensvertrag von 1866 war, dass sämtliche nördlich des Mains gelegenen Landesteile, also. Sachsen-Coburg und Gotha, Lippe• Es ging 1806 aus dem Reichsfürstentum der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt hervor. Damit hatte das ganze Großherzogtum erstmals eine einheitlich strukturierte Verwaltung auf unterer Ebene.[103]. März 1567 wurde die Landgrafschaft Hessen unter seinen vier Söhnen aufgeteilt: Wilhelm erhielt den nun Hessen-Kassel genannten nördlichen Teil, Ludwig erhielt Hessen-Marburg, Philipp Hessen-Rheinfels und Georg den nun als Hessen-Darmstadt bezeichneten südlichen Landesteil. Daraus resultierten ebenso viele unterschiedliche Flächenmaße. 1874 erhielt sie eine Verfassung mit presbyterial-synodalen Elementen nach dem Vorbild der preußischen, Rheinisch-Westfälischen Kirchenordnung von 1835: Die Landessynode übte die kirchliche Gesetzgebung gemeinschaftlich mit dem Landesherrn aus, der Summus episcopus blieb. [223] Das ging in einzelnen Fällen so weit, dass Arme zur Auswanderung gezwungen wurden. In der Provinz Rheinhessen war die Trennung von Rechtsprechung und Verwaltung von Anfang an gegeben, da die Provinz als ehemals französisches Territorium weit fortschrittlichere Einrichtungen der Rechtspflege mitbrachte und auch behielt. Reuß-Lobenstein | Die Karte von dem Großherzogthume Hessen ist ein Kartenwerk. Baden (ab 1835) | [227] Dieser Preußisch-Hessische Zollverein führte durch den Beitritt weiterer Staaten 1834 zu Deutschen Zollverein. Hannover (1854–1866) (mit den zugehörigen Gebieten: Schaumburg-Lippe (ab 1854)) | Das Großherzogtum erhielt im Tausch. Seit 1817 arbeitete eine – seit 1818 als „Provinzialdirektion“ bezeichnete – Oberbehörde für die gesamte Provinz. Schaumburg-Lippe • Etwa 25 % der Einwohner des Großherzogtums waren römisch-katholisch. 10]. Die überkommene, hoch komplexe Situation wurde sogar gegenüber den Standesherren zunächst festgeschrieben, wenn auch unter dem Vorbehalt, sie gegebenenfalls zu ändern. Jahrhunderts hinein. Fürstentümer: Segne ihn für und für Analog zu der rechtsrheinischen Verwaltungsreform wurde diese 1835 aufgelöst und die ihr bis dahin unmittelbar unterstehenden Bürgermeistereien in fünf Kreisämtern zusammengefasst. Zwischen 1901 und 1914 fanden vier Ausstellungen zur Kunst des Jugendstils auf der Mathildenhöhe statt. Es kam 1848 auch umfangreich zu Verwaltungsreformen. Mit dem Gesetz, den Denkmalschutz betreffend, vom 16. Die von ihnen zuvor wahrgenommenen Aufgaben der Verwaltung wurden neu eingerichteten Landratsbezirken und für die von ihnen bis dahin wahrgenommenen Aufgaben erstinstanzlicher Rechtsprechung den ebenfalls neu eingerichteten Landgerichten übertragen.[122]. In sachlicher Hinsicht verblieben eine Reihe von Aufgaben in einer die jeweilige Provinz übergreifenden Zuständigkeit (Polizei, Rekrutierung und die Aufsicht über das Stiftungswesen und die Kirchen). Lippe • Hohenzollern-Sigmaringen | Die regierenden Fürsten . Juli 1848 die Provinzen und Kreise zugunsten der Errichtung von elf Regierungsbezirken aufgegeben und die mittlere Ebene ausschließlich durch Regierungspräsidien gebildet. Der im Mai geschlossene Vertrag wurde von Napoléon aber erst am 17. Schwarzburg-Rudolstadt • Zur Verfassungsdiskussion siehe: Uta Ziegler: Artikel 104 der Verfassung des Großherzogtums Hessen lautete: Preußische und Hessische Eisenbahndirektion in Mainz (Hrsg. B. Reuß-Lobenstein und Ebersdorf (1824–1848) • Personenrecht: 1842 veröffentlicht, 1844 revidiert (Beurkundung des Personenstandes, Kleines Staatswappen des Großherzogtums Hessen, 2,5 Zoll³ = 15,625 Kubikzoll war die Grundeinheit für die Hohlmaße. [106] In Rheinhessen bestand danach zunächst nur ein einziger Regierungsbezirk, der nachträglich zum 14. Der überkommene genossenschaftliche Gemeindeverband wurde durch ein Gemeinde- und Einwohner-Bürgerrecht ersetzt. Unter dem Kommando von Prinz Emil, einem Bruder des Großherzogs, wurde mit militärischer Macht die Ruhe wieder hergestellt. Hohenzollern-Hechingen | Mit der Reichsgründung 1871 wurde das Großherzogtum Bundesstaat des Deutschen Reichs. Karte Das Großherzogtum Hessen, auch Großherzogtum Hessen-Darmstadt genannt, bestand von 1806 bis 1919. Hessen-Darmstadt (ab 1834) | Januar 1872 in Kraft getreten. Dieser wurde am 25. (der Großmütige) am 31. Reuß jüngerer Linie (ab 1848) • Die beiden Organisationsedikte wurden damals gedruckt veröffentlicht, dann aber offensichtlich nie wieder, so dass sie heute nur in Archiv-Beständen greifbar sind (Franz/Fleck/Kallenberg: Titel 28 des Solmser Landrechts galt gewohnheitsrechtlich und nicht in vollem Umfang. In letzter Minute konnte der Landgraf sich Napoleon noch als Truppenlieferant andienen. Elsaß-Lothringen (ab 1871) | [109], Diese Reform wurde in der Reaktionszeit nach der Revolution zum 1. [125], In Rheinhessen dagegen waren die aus französischer Zeit überkommenen Friedensgerichte, deren Bezirk jeweils ein Kanton war, beibehalten. [89] Diese Reform wurde in der Reaktionszeit nach der Revolution zum 1. [176], 1822 wurden rechtsrheinisch die bis dahin zuständigen „Peinlichen Gerichte“ aufgehoben und die Kriminalsenate der Hofgerichte wurden zuständig. Am 11. Schaumburg-Lippe • Lübeck, Preußen (ab 1834) (mit den zugehörigen Gebieten: Anhalt-Bernburg (1834–1863), Anhalt-Dessau (1834–1863), Anhalt-Köthen (1834–1847), Anhalt (ab 1863), Waldeck (ab 1834), Lippe (ab 1841), Lauenburg (1865–1876), Schleswig-Holstein (ab 1867)) | Traditionell war die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt lutherisch. Im Deutschen Krieg 1866 stand es an der Seite Preußens und trat dem . Mecklenburg-Strelitz (ab 1867) | Aufl. Es ging 1806 aus dem Reichsfürstentum der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt hervor. Aufgrund des „Ratschlusses vom 20. August 1726“ der Stadt Frankfurt (Schmidt, S. 112). Nach 1918: „Landesverband der israelitischen Religionsgemeinden Hessen“. Es gab aber auch Widerstand dagegen. Außerdem gab es zunächst ein Kreisgericht in Mainz, dass die gesamte Provinz umfasste. Danach lief der Prozess überwiegend schriftlich ab. Unter dem ersten und dem letzten Großherzog von Hessen gab es jeweils wichtige Impulse für den Denkmalschutz. Sachsen-Gotha-Altenburg | Mecklenburg-Strelitz | Damit war bis 1867 die Thurn-und-Taxis-Post die im Großherzogtum mit Monopol ausgestattete Post. Das Museum konnte 1906 seiner Bestimmung übergeben werden. Großherzogtum Hessen Höhenschichtenkarte von Hessen 1:25 000 1886-1921 Bearbeitet durch das Großherzoglich Hessische Katasteramt, später durch das Katasteramt des Volksstaates Hessen 80 Blätter (Plotausgabe) HSK 25 je 15,00 € 13 Am 17. Die oberste Ebene der Verwaltung war die Regierung in Darmstadt. [74] Diese relativ offene Politik gegenüber der Presse wurde auch in der Zeit ab 1832, als in Deutschland die Reaktion wieder die Oberhand gewann, weiter verfolgt. Aschaffenburg (ab 1810 als Großherzogtum Frankfurt) | Noch aus der Tradition der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt heraus wurden die Gemeinden zunehmend entmündigt. Hier wurden Läden geplündert und Amtslokale zerstört. [94], Die Verwaltungsreform vom Anfang der 1820er Jahre im Rechtsrheinischen hatte ein dreistufiges Verwaltungssystem geschaffen: Staatsregierung, darunter zwei Provinzen und diesen nachgeordnet 29 Landratsbezirke. Dazu wurde – basierend auf Artikel 27 der Verfassung[243] – 1821 ein Enteignungsgesetz geschaffen[244], dem folgten 1830, nach Abschluss des Zollvertrages mit Preußen, Gesetze zum Bau und Unterhalt von „Staatskunststraßen“[245] und Provinzialstraßen[246]. Reuß-Lobenstein (bis 1824) • Das Großherzogtum lag im Süden und der Mitte des heutigen Bundeslandes Hessen. Durch die Gebietsverluste und -gewinne in der Folge des Krieges 1866 und die Kreisreform 1874[114] änderte sich die Zahl der Kreise nochmals. Es gab allein 40 unterschiedliche Ellen und mehrere hundert unterschiedliche Ruten. Die Berufung des ersten Bischofs verzögerte sich, wegen der Auseinandersetzung über das Berufungsverfahren. Darmstadt 1823-1850 (Übersichtskarte mit handschriftlichen Ergänzungen) Dieser Verlust der Verfügungsgewalt über das Gemeindevermögen, zu dem noch der Verlust des Rechts zur Prozessführung hinzu trat, waren wichtige Faktoren der Unruhen im Vorfeld der Verfassungsgebung von 1820.[91]. Limburg (1839-1866) • [250] Schon hier zeigt sich, wie in der Folge weiter, dass das Großherzogtum eigentlich keine stringente Eisenbahnpolitik betrieb, sondern später lediglich bei einzelnen Projekten half oder auch selbst als Eisenbahnunternehmer auftrat, ohne ein umfassendes Konzept zu verfolgen. In der Zeit vor der Eisenbahn war der Ausbau des Straßennetzes ein wichtiges Anliegen, auch um die unterschiedlichen, in napoleonischer Zeit zusammengefügten Landesteile enger aneinander zu binden. Hessen-Kassel (1834–1866) | 103 der Verfassung[163] von 1820. Sie waren eine Ebene zwischen den Gemeinden und der Landesherrschaft. Im Spätsommer 1806 wurden die letzten Münzen der Burg Friedberg geprägt (auch wenn das Großherzogtum Hessen bereits 1804 Friedberg besetzte). Die Assise setzte sich aus dem Präsidenten des Kreisgerichts Mainz, vier weiteren Richtern dieses Gerichts und zwölf Geschworenen zusammen. Die Überlegungen geschahen in vier aufeinander folgenden Schritten: Die Veröffentlichungen geschahen durch Ministerialerlass. Die noch bestehenden Monopole wurden 1810 aufgehoben und im gleichen Jahr das Verfahren vereinheitlicht, nach dem Gewerbekonzessionen ausgegeben wurden. Inhaltlich war er umfangreicher als das in Wien im Vorjahr Beschlossene. [256] Dies bildete den Grundstock der Landesbibliothek Darmstadt. Da es eine Provinzialregierung nicht mehr gab, wurden diese Aufgaben den Kreisräten der bisherigen Provinzialhauptstädte Darmstadt und Gießen übertragen, die dann unter dem Titel eines „Provinzialkommisärs“ agierten. Nach der prinzipiellen Wiedereinführung der vorrevolutionären Verwaltungsorganisation 1852, die aber im Detail nochmals Veränderungen der Zuständigkeitsgrenzen der Verwaltung brachte, war die Differenz zu den Gerichtsbezirken so groß geworden, dass sich der Staat veranlasst sah, das 1853 umfassend zu bereinigen: Die Gerichtsbezirke wurden in großem Umfang revidiert. Die Ämter hatten völlig unterschiedliche Größen und Zuschnitte. Die Funktionen von Verwaltung und Rechtsprechung waren hier nicht getrennt. Aus Mombach wurden durch den Verein für Chemische Industrie, heute Prefere Paraform, Essigsäure, essigsaure Salze und Methylpräparate sowie Eisenbahn- und Straßenbahnwagen durch die Waggonfabrik Gebrüder Gastell geliefert. 40). [76], Mehrere Krisensymptome zeigten sich im Umfeld der Juli-Revolution 1830: Als Ludwig II. 14] Das bisherige Großherzogtum wurde zum republikanisch verfassten Volksstaat Hessen. Das Postregal wurde 1807 dem Fürsten Karl Alexander von Thurn und Taxis als Lehen verliehen. Mai 1850 noch einmal geteilt wurde, in einen Regierungsbezirk Mainz und einen Regierungsbezirk Worms. Nach der Reichsgründung von 1871 war der Konflikt zwischen Kirche und Staat bestimmend, der im Kulturkampf gipfelte. Reuß-Ebersdorf (bis 1824) • Jahrhunderts, zuletzt die erblichen Sitze in der ersten Kammer der Landstände mit der Novemberrevolution 1918. Die Prägestätte Darmstadt prägte nun unter dem Münzzeichen „H“ noch bis 1882 die neuen Münzen, bevor ihr Betrieb eingestellt wurde. Karte Das Großherzogtum Hessen, auch Großherzogtum Hessen-Darmstadt genannt, bestand von 1806 bis 1919. Fürstentümer: Bayern | Nicht nur die Standesherren nahmen eine rechtliche Sonderstellung ein, auch die mediatisierten Reichsritter sowie anderer vergleichbarer Adel genossen besondere Privilegien. Das Großherzogtum Hessen und bei Rhein war von 1815 bis 1866 ein Mitgliedsstaat des Deutschen Bundes und 1871 bis 1919 ein Bundesstaat des Deutschen Reiches.Das Großherzogtum ging 1806 aus dem Reichsfürstentum der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt hervor. Im Einzelnen gewann das Großherzogtum 1806: Während die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt vor den Gebietsgewinnen noch in ihren rechtsrheinischen Gebieten etwa 210.000 Einwohner gehabt hatte,[19] waren es nach 1806 etwa 546.000. 13] wählten drei Männer, aus denen die jeweilige Ortsobrigkeit den Bürgermeister auswählte: Dieses System führte dazu, dass der Obrigkeit nicht genehme Kandidaten nicht zum Zug kamen. Aber nur das Personenrecht schaffte es bis zur Beratung in die Landstände. Die Regierung in Darmstadt unternahm in den folgenden Jahren eine Reihe von Versuchen, zu zollmindernden Absprachen mit den Nachbarstaaten zu kommen, die alle scheiterten, vor allem aus Angst um Souveränitätsverlust. Mit Bildung der preußischen Provinz Hessen-Nassau aus Kurhessen und Nassau (1866) übernahm Preußen die staatliche Kartographie der Landesteile. Mai 1810 schlossen das Großherzogtum und das Kaiserreich Frankreich einen Staatsvertrag[25] mit dem Frankreich Gebiete, die es 1806 Kurhessen abgenommen hatte, an das Großherzogtum weiter gab. Juli 1902, Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt, Preußischen Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten, Territoriale Besonderheiten in Südwestdeutschland nach 1810, Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde, Hessische Landeszentrale für politische Bildung, Verfassung für das Großherzogtum Hessen vom 17. Deren Gerichtsbezirke änderten sich in der Folgezeit hauptsächlich dadurch, dass Patrimonialgerichtsherren ihre Rechte an den Staat abtraten. In der Folge der Revolution von 1848 wurden am 31. Seitens des Staates gab es als Gegengewicht eine Oberpostdirektion, die Tarife und Postkurse genehmigen musste. Von den goldenen Ornamenten hängen folgende Orden herab: Der Großherzoglich Hessische Ludwigsorden mit einem achtspitzigen, schwarzen, rotbordierten und goldgesäumten Kreuz. Es begann damit, dass 1747 ein von der Verwaltung unabhängiges Oberappellationsgericht Darmstadt eingerichtet wurde.[120][Anm. Sachsen-Meiningen | 1874/75 wurde die Währung reichseinheitlich auf die Mark umgestellt. [172], Ein einheitliches Zivilprozessrecht erhielt das Großherzogtum erst mit dem entsprechenden Reichsgesetz 1877. Es galt das französische Strafverfahrensrecht, der Code d’instruction criminelle von 1808. Die regierenden Fürsten . Juli 1816 veröffentlicht. Über fast das gesamte 19. Schmidt, S. 41. [123], Bei der Reform von 1821 wurden im rechtsrheinischen Großherzogtum je Landratsbezirk ein oder zwei Landgerichte eingerichtet. Liechtenstein | Von der Leyen | Die Todesstrafe war – auch gegenüber dem Code pénal – weiter zurückgenommen, auf Körperstrafen und Ehrlos-Erklärung als Strafe wurde komplett verzichtet. Diese Seite wurde zuletzt am 25. Sachsen-Gotha-Altenburg (bis 1826) • Darmstadt, 9. Aufgrund des Gesetzes vom 30. [49] Der Großherzog, Ludewig I., sträubte sich und wird mit den Worten zitiert, dass Landstände (also ein Parlament) „in einem souveränen Staate […] unnötig, unnütz und in mancher Hinsicht gefährlich“ seien. Reuß-Schleiz (bis 1848) • [218] Der Mainzer Bischof Wilhelm Emmanuel von Ketteler erlangte in der Sozialdebatte der römisch-katholischen Kirche (Sozialenzyklika Leos XIII.) Gemäß dem Gesetz über Grundrentenscheine aus dem Jahr 1848 wurden Scheine im Nennwert von 1, 5 und 10 Gulden und 1849 mit 35 und 70 Gulden herausgegeben. Aus dieser abweichenden Schreibung ergab sich auch für zusammengesetzte Ortsnamen im Großherzogtum eine abweichende Schreibung mit Bindestrich. Die Aufsicht über die Bürgermeister führte in den Provinzen Oberhessen und Starkenburg der Landrat, in Rheinhessen gab es diese Verwaltungsebene nicht und die Bürgermeister waren direkt der Provinzialregierung nachgeordnet. Ferdinand Eberstadt wurde 1848 als erster Jude Bürgermeister in einer Stadt in Deutschland, in Worms, und Samson Rothschild war der erste Lehrer jüdischen Glaubens, der im Großherzogtum 1874 an einer städtischen Volksschule, ebenfalls in Worms, als Lehrer angestellt wurde. nach dem Tod seines Vaters 1830 die Regierung antrat, war er mit angehäuften 2 Mio. Der 1816 mit großem rhetorischem Gestus gestartete Versuch, ein landesweit geltendes, einheitliches Zivilrecht nach dem Modell des österreichischen ABGB zu schaffen – gar mit dem Ziel, dass es bereits 1818 in Kraft treten sollte[134] – scheiterte vollständig. Die weitere Erschließung der Provinz Oberhessen durch die Eisenbahnen erfolgte durch die Großherzoglich Hessischen Staatseisenbahnen. Die Verwaltung des Landes beruhte auf unterer Ebene nach wie vor auf der aus den vorherigen Jahrhunderten überkommenen Ämterstruktur. Januar 1818 zum Erlass einer Denkmalschutzverordnung für das Großherzogtum[251], die bereits sowohl Bau- als auch Bodendenkmalpflege berücksichtigte und als Vorläufer moderner Denkmalschutzgesetzgebung gilt. Die „Karte von dem Grossherzogthume Hessen“ wurde von der Lithografischen Anstalt Maximilian Frommann in Darmstadt im Maßstab 1: 280 943 herausgegeben. Er vertrat die rheinhessischen Gebiete auch in der Frankfurter Nationalversammlung, deren Präsident er zeitweise war. Dem Staat gelang es nicht, dies einheitlich zu regeln. [47], Hinsichtlich der großherzoglichen Titel versuchte Ludewig I., nachdem sein kurfürstlich-hessischer „Vetter“, Wilhelm I., sich auch zum „Großherzog von Fulda“ stilisiert hatte, aufzuholen. Die Provinz Rheinhessen hatte die aus französischer Zeit überkommene Verwaltungsstruktur im Prinzip beibehalten. [117] Voraussetzung, um den Sitz in der ersten Kammer einnehmen zu können, war die Vollendung des 25. 6], Die Besitzergreifungspatente sind auf den 8. Sachsen-Altenburg (ab 1826) • Hessen-Homburg (1835–1866) | In Preußen wurde zum 1. Das Großherzogtum war Mitglied im Süddeutschen Münzverein und prägte Gulden- und Kreuzer-Münzen. Reuß älterer Linie • Bis zum Ende des 18. In dieser Situation gaben der Großherzog und seine Verwaltung nach und am 17. Als einziges südmainisch gelegenes Dorf kam Rumpenheim dagegen zur Provinz Starkenburg. Dem Widerstand gegen das reaktionäre „System du Thil“ entstammen die ersten Werke von Georg Büchner. In den Provinzen Oberhessen und Starkenburg bestanden weiter die historisch überkommenen Ämter. Diese zehn (später elf) Regierungsbezirke waren:[107], Die Regierungsbezirke hatten Kollegien an der Spitze[108] und es gab einen gewählten Bezirksrat, ein wichtiges Element der Selbstverwaltung und Ausfluss revolutionärer Forderungen.